Der theoretische Teil
Zu Beginn wurde im theoretischen Teil des Abends allgemein auf die Bergung und Rettung von Sachwerten und Tieren eingegangen. Dazu gehören unter anderem auf die Bergung von Kulturgütern hingewiesen, die einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung unserer Geschichte darstellt. Ebenso wurden die Maßnahmen und Hinweise im Bezug auf die Rettung oder Bergung von Tieren erwähnt, insbesondere auf mögliche Gefahren eingegangen. In Anbetracht der aktuellen Lage wären hier Seuchen oder Tierkrankheiten, wie etwa die Vogelgrippe oder die Schweinepest zu nennen, die mitunter eine spezielle persönliche Schutzausrüstung verlangen, wie zum Beispiel Chemikalienschutzanzüge oder Atemmasken etc.
Der praktische Teil - Die Ausgangslage
Auf Grund des Klimawandels kam es in Augsburg und Umgebung zu mehreren großen Waldbränden, die auch auf ein landwirtschaftliches Anwesen übergriffen. Die dabei teilweise verletzten oder auch verendeten Tiere, mussten nun aus dem nicht einsturzgefährdeten Bereich eines Kellers gerettet bzw. geborgen werden. Trotz einsetzendem stärkeren Regen, waren die Feuerwehren immer noch mit dem Löschen der Brände ausgelastet. So wurde dieser Einsatz an das THW übergeben. Soweit das Szenario. Dieser Aufgabe mussten sich dann die etwa 20 Helferinnen und Helfer stellen.
Die Übung
Für unsere Bergungsgruppen im THW ist das Bergen aus der Höhe und Tiefe ein fester Bestandteil ihrer Aufgaben. Doch wie geht man nun im speziellen damit um, wenn es sich um verendete oder verletzte Tiere handelt.
Wie bei allen anderen Szenarien auch, wurde zunächst die Lage vor Ort genau erkundet und mögliche Gefahren festgestellt. Da es sich um verletzte und verendete Tiere handelte, wurde fiktiv auch eine Amtstierärztin mit hinzugezogen, die die Rettungs- und Bergungsmaßnahmen beratend begleitete. Auch wurden unsere Helferinnen und Helfer während der Übung darauf hingewiesen, dass das Regenwasser, das inzwischen in den Keller gelaufen ist, zunehmend mit Fäkalien verschmutzt ist. Dies machte zudem das Anlegen von leichter Schutzkleidung und FFP2-Masken notwendig.
Rettung mit Improvisation
Am Ende der zeitlich begrenzten Übung, konnten einige Tiere aus dem Keller gerettet und geboren und viele neue Erfahrungen gesammelt werden. Gerade einige Anforderungen sowie die räumliche Situation, forderten unsere Helferinnen und Helfer bei der Bewältigung der Aufgaben. Dabei musste mitunter auch etwas improvisiert werden, um letztendlich ans Ziel zu kommen. Im Nachgang werden die Erkenntnisse aus der Übung dann auch besprochen und analysiert.
Für die sehr interessante Ausarbeitung und den insgesamt kurzweiligen Übungsabend, danken wir unserer Helferin Sarah Seebach. Ebenso für das Aufgreifen dieser Thematik, die durchaus nicht ganz so weit hergeholt ist und auf die wir im Falle einer Unterstützungsleistung vorbereitet sein wollen.
Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

