11.02.2012, von Dieter Seebach

Eisige Nachtübung bei -20° C in Betonwerk

Augsburg, 11.02.2012. Gegen 18.00 Uhr fuhren wir mit 2 Technischen Zügen und 56 Einsatzkräften im geschlossenen Verband zur "Einsatzstelle" auf das Kieswerk-Gelände der Fa. Rennig Beton nach Obermeitingen.

Blick auf den Bereitstellungsraum

Dort angekommen, wurde sofort mit dem Aufbau eines Bereitstellungsraumes durch unsere Fachgruppe Infrastruktur und den Zugtrupp begonnen. Von der Übungsleitung waren wir angefordert worden, die örtliche Feuerwehr bei ihrer Suche nach einer vermissten 5-köpfigen Familie auf dem weitläufigen Gelände zu unterstützen. Nach 90-minütiger Flächensuche mit Handlampen konnten wir die vermissten Personen ausmachen und versorgen.

Gleichzeitig hob unsere Fachgruppe Räumen eine Mulde, zur Herstellung eines Anschlagpunktes nach der der so genannten „Totmannanker-Technik" (siehe auch http://de.wikipedia.org/wiki/Totmannanker) aus. Dies war auch gleichzeitig eine Übung zur Handhabung unseres Berge-Räum-Gerätes.

Zwischenzeitlich war unsere Küche damit beschäftigt, sich um die Verpflegung der Helfer vor Ort zu kümmern. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Gegen 20.30 Uhr stärkten und wärmten sich dann erst einmal alle im Versorgungszelt mit bestem Gulasch, bevor es dann mit zahlreichen Einzelübungen der jeweiligen Gruppen weiterging. Unter anderem das Retten von Personen von einem großen Bagger, aus einem Schütttrichter und von einem Steilhang forderte die Helfer.

Neben der Übung mussten unsere Helfer bei -20° C auch mit dem ein oder anderen Kälteproblem an den Geräten fertig werden. Größtenteils konnten diese jedoch behoben werden und die Erkenntnis gewonnen werden, welche Bauteile bei der extremen Kälte besonders anfällig sind.

Erst gegen 1.30 Uhr kehrten wir zurück in den Ortsverband und beendeten offiziell die Übung. Die Aufräumarbeiten wurden teilweise noch in der Nacht, größtenteils aber dann am nächsten Vormittag erledigt.

Abschließend muss erwähnt werden, dass trotz der extremen Kälte alle Helfer hoch motiviert und voll konzentriert ihren Aufgaben nachgingen und erledigten. In der gesamten Mannschaft herrschte eine tolle Stimmung und ein bemerkenswerter Zusammenhalt, was nicht unerheblich für den Erfolg der Übung war.

Vielen Dank an die Fa. Rennig-Beton, für die Möglichkeit, auf ihrem Gelände zu üben.

Wenn auch Sie für unsere Übungen ein Gelände oder Gebäude zur Verfügung stellen können, melden Sie sich bitte bei uns. Wir sind immer auf der Suche nach neuen Übungsmöglichkeiten und Herausforderungen

 

Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit ()

Bilder: Christian Buchholtz


  • Blick auf den Bereitstellungsraum

  • Berge-Räum-Gerät im Einsatz

  • Die Kälte forderte Mensch und Technik

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