Deggendorf, 18.06.2013, von Dieter Seebach

Flutkatastrophe: Deggendorf - Schweres Gerät weiter im Einsatz

Augsburg/Deggendorf, 18.06.2013. Unser Einsatz im Katastrophengebiet im Raum Deggendorf geht vorerst weiter, da weiterhin schweres Gerät und Pumpen benötigt werden.

Ankunft unserer Fachgruppe Räumen in Deggendorf

Für die 5 Ehrenamtlichen, die die Führungsstelle in Deggendorf unterstützten, ging der Einsatz am Sonntag zu Ende. Die Helferin und Helfer sind wohlbehalten in Augsburg angekommen. Ebenso die 2 Helfer, die zur Unterstützung der Schwabmünchner Kameraden an den Pumpen im Einsatz waren. Diese wurden allerdings durch 3 Helfer unseres Ortsverbandes abgelöst, die nun die Pumparbeiten unterstützen.

Noch kein Ende in Sicht ist auch für unsere Helfer der Fachgruppe Räumen, die seit Donnerstag letzter Woche in Deggendorf eingesetzt sind. Da der Einsatz mit Kipper und Mehrzweck-Radlader (Berge-Räum-Gerät) noch bis mindestens Freitag dieser Woche andauern wird, sind die fünf Helfer heute abgelöst worden. Eine Verlängerung dieses Einsatzes und ein erneuter Helferwechsel ist nicht ausgeschlossen.

Damit sind derzeit 8 Helfer des OV Augsburg im Hochwassereinsatz in Deggendorf. Ob weitere Einsätze in und außerhalb Bayerns kommen, steht noch nicht fest. Erst einmal muss das Wasser in den Hochwassergebieten ablaufen und die Grundwasserspiegel sinken, dann kann mit den Pump- und Aufräumarbeiten begonnen werden.


Eine Zwischenbilanz nach 2 Wochen Hochwassereinsatz des THW finden Sie auch aktuell auf www.thw.de oder direkt unter http://www.thw.de/SharedDocs/Meldungen/DE/Pressemitteilungen/national/2013/06/pressemitteilung_012_hochwasser.html.

 

5 Tage im Katastrophengebiet - Ein kurzer Einsatzbericht

von unserem Gruppenführer der Fachgruppe Räumen, Markus Roth, der den Einsatz in Deggendorf leitete:

Freitag, 14.06.2013. Gegen 17.30 Uhr erreichten wir die Einsatzstelle in Deggendorf. Dort lösten wir die Kameraden des OV Würzburg, nach einer gemeinsamen Erkundung des Einsatzgebietes in den Deggendorfer Stadtteilen Fischerdorf und Natternberg und im Plattlinger Weiler Altholz, ab. Danach bezogen wir unser Quartier in der Bundespolizei Kaserne in Deggendorf.

Samstag, 15.06.2013. Am Morgen erhielten wir den ersten Einsatz. Der Stadtteil Fischerdorf, der teilweise über 2 Meter überflutet war und weder Strom- noch Wasserversorgung in Betrieb ist, musste mit Brauchwasser, für die teilweise wieder in Ihre Häuser zurückgekehrte Bevölkerung, versorgt werden. Dafür mussten insgesamt 24000 Liter Wasser (in 24 Behälter zu je 1000 Liter) an vorgegebene Standorte, im Umkreis von 2 Kilometern verteilt werden. Der Einsatz endete an diesem Tag um 23 Uhr.

Sonntag, 16.06.2013. An diesem Tag wurden wir nach Altholz alarmiert. Dort legten die sinkenden Pegel immer mehr Unrat frei und blockierten die Verkehrswege. Diese mussten mit unserem Radlader freigelegt werden. Zudem unterstützten wir die örtliche Feuerwehr beim Abtransport von Hausstand aus den überfluteten Gebäuden. Hilfe bekamen wir hier von unseren Kameraden aus den Ortsverbänden Erlangen und Deggendorf mit je einem Kipper und einem weiteren Radlader (BRmG) aus Deggendorf, den wir mit unserem zweiten Fahrer besetzten.

Montag, 17.06.2013. Am Morgen waren wir nochmal in Altholz um weiteren Hausstand zu transportieren. Gegen 11.00 Uhr wurden wir in den Stadtteil Natternberg gerufen. Hier mussten wir für die Kollegen der Bundespolizei einen Zugang zu einen überfluteten Haus freilegen und ein einsturzgefährdetes Carport mit dem Berge-Räum-Gerät niederlegen. Einsatzende war gegen 18 Uhr.

Dienstag, 18.06.2013. Erneut war Altholz unser Einsatzziel. Dort war ein Straßenabschnitt durch das Hochwasser so stark unterspült worden, dass ein befahren nicht mehr möglich war. Diese Aufgabe war speziell für unsere Fachgruppe Räumen gemacht, deren Einsatzoptionen auch das Beräumen und Wiederherstellen von Zu- und Abfahrtswegen ist. Da der Straßenzug tiefer lag, musste ein weiteres Ablaufen des Wassers dennoch gewährleistet werden. Deshalb wurden etwa 15-20 Kubik grobkörniges Gesteinsmaterial verwendet und aufgefüllt. Nach ca. 3 Stunden war die Straße behelfsmäßig instandgesetzt und auch für mittelschwere LKWs wieder befahrbar.

Gegen 12 Uhr kamen unsere fünf Kameraden aus Augsburg an und lösten uns ab. Nach einem kurzen Informationsaustausch machen wir uns wieder auf den Heimweg. Unsere Kameraden werden in den nächsten Tagen unsere Aufgaben zur Wiederherstellung der Infrastruktur weiter wahrnehmen.

 

Weitere Bilder zum Einsatz finden Sie in unserer Mediathek.


Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit ()


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