28.05.2011, von Dieter Seebach

Massenpanik bei der Frauenfußball-Weltmeisterschaft - Großübung in der Impuls-Arena

Augsburg, 28.05.2011. Eine durch die Zündung von Feuerwerkskörpern ausgelöste Massenpanik war die Ursache für 120 Verletzte und 20 Tote in der Augsburger Impuls-Arena. Dies war die Ausgangssituation für die Großübung, knapp einen Monat vor Beginn der Frauenfußball-Weltmeisterschaft, die sich den Helfern vor Ort bot.

Daraufhin waren Polizei, Feuerwehr, Technisches Hilfswerk (THW) und die Rettungsdienste von Rotem Kreuz, Maltesern und Johannitern gefordert, dieses hoffentlich nie eintretende Szenario in einer mehrstündigen Großübung zu bewältigen. Ebenso waren die Krankenhäuser in der Region mit in die Übung eingebunden, wohin die Verletzten verteilt wurden, um hierfür ihre eigenen Alarm- und Einsatzpläne zu überprüfen.

Insgesamt über 900 Beteiligte zählte die Großübung. Diese sorgten durch die vielgeprobte organisationsübergreifende Zusammenarbeit für einen reibungslosen und schnellen Ablauf. Dennoch mag der Ernstfall deutlich schwieriger ausfallen und das ist allen Beteiligten bewusst. Da würden weitaus mehr Menschen und Fahrzeuge rund um das Stadion ein Durchkommen der Rettungskräfte wesentlich erschweren und die Arbeit der Hilfsdienste behindern. Gerade deshalb ist es umso wichtiger, dass die grundlegenden Aufgaben und die Zusammenarbeit untereinander wie von selbst von der Hand gehen, um diese zusätzlichen Schwierigkeiten kompensieren zu können.

Die Übung war schwerpunktmäßig auf die Versorgung von Verletzten und deren Ab- und Weitertransport ausgerichtet. Da unsere Alarmierung erst eine Stunde nach Übungsbeginn erfolgte, waren bereits alle Verletzten aus dem Stadion gebracht worden. Daher fiel die uns zugedachte Aufgabe zwar nicht unwichtig, doch für unsere Möglichkeiten und Erwartungen leider sehr bescheiden aus. Wir sorgten dann lediglich noch mit 40 Einsatzkräften für einen schnellen Abtransport der Verletzten von der Sammelstelle zu den etwa 50m entfernten Versorgungszelten der Rettungsdienste.

Für den Ernstfall aber sind unsere Möglichkeiten bei weitem nicht ausgeschöpft, sollten wir alarmiert und entsprechend eingesetzt werden. Wir sehen uns bestens vorbereitet, sowohl für die Frauenfußball-Weltmeisterschaft als auch bei den Spielen des FC Augsburg in der ersten Bundesliga oder bei anderen Katastrophen effektiv und schnell Hilfe zu leisten.

Insgesamt waren wir mit 40 Helfern in 2 MTWs (Mannschaftstransportwagen) und 4 GKWs (Gerätekraftwagen) an der Übung beteiligt. Darunter war auch ein GKW unserer Kameraden aus Schwabmünchen, die uns bei der Übung mit einer Bergungsgruppe unterstützt hatten. So konnten wir zudem die Zusammenarbeit untereinander auch ein wenig üben.

Bei der Frauenfußball-WM ist die Augsburger Impuls-Arena viermal Austragungsort für ein Spiel. In der Gruppenphase wird am 29. Juni, sowie am 2. und am 5. Juli gespielt. Außerdem gibt es am 10. Juli ein Viertelfinalspiel.


Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit


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