27.02.2011, von Max Kroemer, Marcus Spangenberg, Dieter Seebach

THV-Bereitschaftsdienst 2010 - Rückblick

Augsburg/Friedberg/Schwabmünchen. Auch im Jahr 2010 waren wir wieder gemeinsam mit dem OV Friedberg im Rahmen des THV-Bereitschaftsdienstes auf der Autobahn unterwegs. Dabei wurden wir neben kleineren Hilfeleistungen zu 60 Einsätzen gerufen.

So kamen wir am Jahresende auf insgesamt 5104 gefahrene Kilometer und 1100 ehrenamtlich geleistete Stunden unserer Helfer.

Besonders freut es uns, dass seit Ende des Jahres der Ortsverband Schwabmünchen auch an den THV-Bereitschaftsdiensten teilnimmt und wir dadurch die Autobahnpolizei Gersthofen auf einem größeren Streckenabschnitt unterstützen können. Gemeinsam führen wir seitdem den THV-Bereitschaftsdienst abwechselnd oder teils mit gemischten Mannschaften durch, ebenso auch die Ausbildungen. Dabei wurde auch der Zuständigkeitsbereich um den Autobahnabschnitt des Landkreises Augsburg auf insgesamt 48,2 km von der AS Adelzhausen bis zum Scheppacher Forst erweitert.

Einen Einsatz kurz vor Weihnachten möchten wir noch erwähnen, bei dem wir glücklicherweise einen langjährigen Kameraden mit Erfahrung als Notarzt in der Mannschaft hatten.

Am 17.12.2010 ereignete sich kurz vor 17 Uhr bei Km 47,3 in Fahrtrichtung Stuttgart ein Verkehrsunfall. Auf dem Beschleunigungsstreifen der BAB 8 auf Höhe der AS Friedberg (Bayern) berührte ein Sattelzug beim Einschären nach dem Überholvorgang einen Kleinwagen, der auf die Autobahn auffahren wollte. Dadurch kam dieser ins Schleudern, prallte in die Betonmittelleitplanke und kam neben der Fahrbahn zum Stehen.

Kurz darauf wurden wir von der Autobahnpolizei zunächst zur Absicherung hinzu alarmiert. Als zuerst eintreffendes Fahrzeug oblag uns neben der Verkehrsabsicherung und Erkundung der Unfallstelle die Pflicht, der hier dringend notwendigen medizinischen Erstversorgung des PKW-Fahrers. Dank unseres fachkundigen Kameraden konnte dem nachalarmierten Rettungsdienst der Patient bereits mit HWS-Immobilisation und venösem Zugang kreislaufstabil zur weiteren Behandlung übergeben werden. Aufgrund des Unfallhergangs und dem Hochgeschwindigkeitstrauma wurde der PKW-Fahrer in den Schockraum des Klinikums Augsburg verbracht.

Der parallel alarmierte Rüstzug der Berufsfeuerwehr Augsburg übernahm zusammen mit der a+ die weitere Verkehrsabsicherung und Vorwarnung.

Nach dem Entfernen der Unfalltrümmer und Unterstützung des Abschleppdienstes Jäger der Bergungsarbeiten, übernahmen die THW-Helfer und die a+ abschließend gemeinsam das Beseitigen von Glas und Fahrzeugteilen im Bereich der rechten Fahrbahnhälfte, sodass diese im Anschluss wieder freigegeben werden konnte.

OV Augsburg: Max Kroemer, Marcus Spangenberg, Dieter Seebach


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