Da es sich bei dem historischen Schmuckstück um eine kleinere Maschine mit entsprechend begrenzten Kohlevorräten handelt, mussten diese während des Tages in drei Etappen zügig ergänzt werden. Für unsere Helferinnen und Helfer bot sich damit die perfekte Gelegenheit für ein realistisches Einsatzszenario.
Insgesamt 2.800 Kilogramm Kohle mussten für die geplanten Fahrten “nachgetankt” werden. Der Brennstoff lagerte in sogenannten Bigbags auf einem separaten Flachwagen und wurde von dort zunächst auf unseren Kipper verladen und zur “Tankstelle” gefahren. Dort hoben unsere Einsatzkräfte die Bigbags mit dem Ladekran unseres Kippers an und beförderten die Kohle punktgenau direkt in den Tender der Lokomotive.
Das Handling von Bigbags mit dem Ladekran ist für den Ernstfall ein wichtiger Bestandteil unserer Arbeit. Insbesondere bei Hochwasserlagen im Rahmen der Damm- und Deichsicherung – oder auch als Schutzbarriere bei Bombenfunden – müssen die schweren Lasten schnell und präzise an den Gefahrenstellen platziert werden. Dank der gelungenen Aktion am Vatertag konnte der historische Zugfahrplan reibungslos eingehalten werden. Gleichzeitig konnten unsere Ladekranbedienerinnen und -bediener im Rahmen dieser Übung wertvolle Praxisstunden sammeln und unter realistischen Bedingungen und spürbarem Zeitdruck ihre Fähigkeiten im Umgang mit dem Kran vertiefen.
Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

