Die Anfänge

Der Vorläufer "Technische Nothilfe" entsteht

Im Jahre 1919 war es der ehemalige Pionieroffizier Otto Lummitzsch, der Freiwillige mit technischen Kenntnissen für seine Idee gewinnen konnte, die Technik stärker für den Schutz der Menschen bei Katastrophen und größeren Unglücken einzusetzen. Am 30. September 1919 gründete er die Organisation „Technische Nothilfe“. Sie hatte die Aufgabe, bei Katastrophen, großen Unglücksfällen und öffentlichen Notständen, bei denen die lebenswichtige Versorgung der Bevölkerung betroffen war, technische Hilfe zu leisten.

Die humanitäre Idee war von Anfang an die geistige Grundlage für die Arbeit dieser Organisation. Sie machte in der Frage der Zugehörigkeit keine politischen, religiösen oder sonstige Unterschiede. Die „Technische Nothilfe“ wurde in vielen Fällen von höherer Gewalt eingesetzt.

Auch in der Kriegszeit aktiv

Besonders wertvoll war ihre Hilfeleistung bei den Hochwasserkatastrophen der Jahre 1925 und 1926. Als politisch neutrale Institution setzte die „Technische Nothilfe“ entsprechend ihren Grundsätzen auch nach der Machtergreifung durch die Nationalsozialisten ihre Tätigkeit fort. Jedoch wurde Otto Lummitzsch aus „rassistischen“ Gründen abgelöst. Während des Zweiten Weltkrieges kamen die Nothelfer im zivilen Luftschutz, im Bergungs- und lnstandsetzungsdienst zum Einsatz.

Auflösung der "Technischen Nothilfe" - Auftrag zum Katastrophenschutz

Bei Kriegsende wurde die „Technische Nothilfe“ als Organisation aufgelöst. Am 22. August 1950 gab der damalige Bundesminister des lnnern, Dr. Gustav Heinemann, Otto Lummitzsch den Auftrag, aus freiwilligen Helfern eine Organisation für den technischen Katastrophenschutz aufzustellen.