Bedeutende Einsätze in den Neunzigern

In den Neunziger Jahren waren viele bedeutende Einsätze zu verzeichnen. Es begann im Februar 1990 mit den Orkanstürmen „Vivian“ und „Wiebke“, die uns noch bis weit ins nächste Jahr hinein mit Aufräumarbeiten in den Wäldern beschäftigten. Drei Gasexplosionen fielen ebenso in diese Dekade wie das sogenannte „Pfingsthochwasser“, das Augsburg im Jahr 1999 heimsuchte und große Teile des Stadtgebietes überflutete. Die Neunziger Jahre waren für uns aber auch noch in anderer Hinsicht von Bedeutung.

Mit dem Zusammenbruch der Sowjetunion und dem Ende des Kalten Krieges kam es auch im Bereich des Zivilschutzes zu erheblichen Veränderungen. Die Stadt Augsburg löste Anfang der Neunziger Jahre ihre Regieeinheiten auf und der Malteser-Hilfsdienst stellte die beiden ABC-Züge außer Dienst. Auch sah die Stadt Augsburg keine Notwendigkeit mehr, das Katastrophenschutzzentrum in der Depotstraße 11 weiter zu betreiben. In der Folge ging die Liegenschaft in das Eigentum des THW über. Wir hatten erstmals reichlich Platz für die damals vorhandenen fünf Bergungszüge – einer davon mit zusätzlicher Bergungsräumgruppe – sowie den Instandsetzungszug.