Deggendorf/Fischerdorf, 15.06.2013, von Dieter Seebach

Flutkatastrophe: Fischerdorf gleicht einer Geisterstadt

Augsburg/Deggendorf, 15.06.2013. "Ich komme mir vor, wie in einer Geisterstadt", so der erste Satz unseres Helfers Christian Pelz aus dem Deggendorfer Stadtteil Fischerdorf.

Fast schon idyllisch wirkt das Bild aus Deggendorf - doch der Schein trügt. (Bild: Simon Bayer)

Fast idyllisch spiegelt sich die Abendsonne im Wasser, alles ist still, keine Menschen sind auf der Straße und nur die Geräusche der Pumpen sind zu hören. Doch der Schein trügt. Auf den Straßen und vor den Häusern ist nur Schlamm und Unrat zu sehen. "Ich komme mir vor, wie in einer Geisterstadt. Es ist schon ein bisschen unheimlich und beklemmend, hier zu stehen.", so unser Helfer Christian Pelz, der mir gestern Abend noch den ersten Lagebericht telefonisch mitteilte.

Dies sind die ersten Eindrücke unserer beiden Helfer, die gestern Nachmittag noch zur Unterstützung und Ablöse der Kameraden aus Schwabmünchen ausgerückt sind. Sie übernehmen nun die Nachtschicht und sorgen dafür, dass die schon tagelang, ununterbrochen laufenden Pumpen weiterarbeiten und die Gullys frei vom Schlamm sind, damit das Wasser ablaufen kann. Es wird wohl eine lange Nacht werden, fast allein in einem Stadtteil, von dem das Hochwasser nicht mehr viel übriggelassen hat und viele Existenzen vernichtet wurden. Die Pumpen werden wohl noch lange laufen und Hilfe ist hier auch weiterhin dringend nötig.

Damit sind nun 12 ehrenamtliche Helfer des OV Augsburg im Katastrophengebiet in Deggendorf im Einsatz. Fünf davon unterstützen die Führungsstelle (zum Bericht), fünf räumen mit schwerem Gerät den Unrat von den Straßen (zum Bericht) und zwei helfen, damit die Pumpen weiter laufen.

Dieter Seebach
Beauftragter für Öffentlichkeitsarbeit

 

Bilder in höherer Auflösung finden Sie hier zum downloaden (ca. 18 MB).


  • Fast schon idyllisch wirkt das Bild aus Deggendorf - doch der Schein trügt. (Bild: Simon Bayer)

  • Ein schöner Anblick, wäre da nicht das viele Wasser, wo eigentlich ein Turnierplatz für Pferde ist. (Bild: Christian Pelz)

  • Überall sind verlassene Häuser, mit vom Hochwasser zerstörtem Inventar und Schlamm auf der Straße. (Bild: Christian Pelz)

  • Das Wasser geht, doch zurück bleibt Schlamm und Verwüstung. ((Bild: Simon Bayer)

  • Die Unterkunft der Helfer. Alles was das Hochwasser für viele Betroffene übriggelassen hatte, hätte leicht neben den Betten Platz gefunden. (Bild: Simon Bayer)

  • Niemand blieb vom Hochwasser verschont, auch die Polizei nicht. (Bild: Simon Bayer)

  • Die Pumpen laufen ununterbrochen... (Bild: Dominik Fahrmeier)

  • ... Tag und Nacht (Bild: Dominik Fahrmeier)

  • Man möchte gerne überall gleichzeitig sein. (Bild: Christian Pelz)

  • Fast alles muss weggeschmissen werden. Auch ist oft nur schweres Gerät einsetzbar, um die zerstörten Habseligkeiten zu entsorgen. (Bild: Dominik Fahrmeier)

  • Die Führungsstelle in Deggendorf, wo ebenfalls 5 unserer Helfer tätig sind. (Bild: Michael Wetzel)

  • Gerne! (Bild: Dominik Fahrmeier)

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